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Fotobuch Rezension: Wie man ein großartiger Fotograf wird

Michael Kirchner seines Zeichens People- und Werbefotograf hat mir freundlicherweise das Buch „Wie man ein großartiger Fotograf wird“ zur Verfügung gestellt. Hier folgt nun die Rezension zu dem mehr als interessanten Werk.

Finden könnt ihr Michael Kirchner unter seiner Seite http://www.omori.de und seinem Blog http://www.fotografr.de. Schaut dort mal vorbei, ein Abo des Newsfeeds lohnt sich wirklich.

Zum Inhalt:

Frau Dr. Martina Mettner schneidet ein grundsätzlich sehr interessantes Thema an, das sowohl Berufsfotografen, als auch solche die es werden wollen oder auch einfach nur Hobbyfotografen anspricht. Was benötigt es, um ein guter Fotograf zu werden? Fragen die erörtert werden, sind unter anderem: Spielt die Technik eine Rolle? Welchen Einfluss hat das Internet? Wie sieht moderne, zukunftsweisende Fotografie aus? Wie beurteilt man Bilder objektiv? Ist das überhaupt möglich?
Sie liefert aber auch, und das ist ein sehr guter Ansatz, einen Ablauf. Was kann ich als Fotograf tun, nachdem ich das Buch gelesen habe? Womit sollte ich beginnen?

Ich schreibe deshalb fast nur in Fragen und ohne Antworten, da ich die Spannung nicht nehmen möchte. Die Rezension soll ja keine inhaltliche Wiedergabe beinhalten, sondern meine Meinung. Ich kann deshalb nur empfehlen, falls jemand diese Fragen liest und gerne eine Lösungsmöglichkeit dafür hätte, sollte er oder sie das Buch einfach kaufen und sich in die Fotografie des 21. Jahrhunderts entführen lassen.

Meine Meinung:

Da ich momentan selbst ein einer Art Krise stecke,  (ich habe darüber berichtet, dass ich nicht so richtig vorwärts komme mit der Fotografie) kam mir das Buch wie gelegen. Der Titel sagt ja eigentlich alles aus. Wenn du das liest, dann kannst du ein großartiger Fotograf werden. Das hört sich im ersten Moment vielversprechend an, meine Erwartungen habe ich dann doch etwas kleiner gehalten, um nicht enttäuscht zu werden.

Mein erster Eindruck der Gliederung war sehr positiv. Es werden viele Aspekte angesprochen, die mich selbst auch zum Nachdenken anregen. Einfluss des Internets, Frage nach der Technik, Fotohobby oder Beruf daraus machen. Alle diese Themen werden behandelt und Frau Dr. Martina Mettner findet für alles eine Lösung und hat eine konkrete Meinung dazu. Das hilft sehr oft, sich selbst bestätigt zu finden oder gibt einfach eine Möglichkeit zur Meinungsbildung.

Sie findet außerdem einen Weg sowohl Hobbyfotografen, angehende Berufsfotografen und solche die es schon sind, anzusprechen. Das hat mir gezeigt, dass es unabhängig von der Ausgangsposition eben keinen Unterschied macht auf meinem Weg als Fotograf. Ich muss das Passende für mich finden.

Die zweite Hälfte des Buches ist im Großen und Ganzen leider nur einem Thema gewidmet. Dem Foto-Projekt. Ein Projekt mit einem bestimmten Thema, das dokumentiert wird. Das wird jedem Fotografen ans Herz gelegt. Dies ist ein Punkt der in meinen Augen eine Schwäche des Buches darstellt. Diesen Teil hätte man kürzer fassen können und die Ausführungen über das eigene Projekt von Frau Dr. Mettner sind teilweise eher zu langwierig. Hier hätte ich mir mehr Beispiele gewünscht.

Fazit:

Alles in allem hat mir das Lesen des Buches sehr gut gefallen und mich weiter gebracht. Es hat mich bestärkt darin, dass ich mir ein Projekt vornehmen sollte, das mir auf jeden Fall Spaß macht und an dem ich dran bleiben werde. Meine Fotos sollten einen Inhalt vermitteln und nicht nur einfach Motive abbilden mit denen ich nichts erzählen möchte. Deshalb werde ich auch meine Aufbrüche und Spaziergänge nur der Fotografie wegen nicht mehr durchführen. Natürlich werde ich die Kamera dabei haben, aber nicht mehr deswegen raus gehen. Es sei denn für ein Projekt.

Wichtig mitzunehmen ist für mich auch ein großartiger Punkt, der mir vor Augen geführt werden musste. Fotografie und Bearbeitung der Bilder sind zwei verschiedene Dinge. Man kann schon rein mit der Fotografie sehr viel erzählen und man sollte immer den Gedanken im Hinterkopf haben, dass man als Hobbyfotograf (jeder der nicht seinen Lebensunterhalt mit der Fotografie verdient) den Luxus besitzt, zu machen worauf man Lust hat und dies umsetzen darf, wie immer es einem beliebt.

Kurz und knapp von meiner Seite: Tendenziell eher für Hobbyfotografen geeignet, dann aber bei Interesse eine klare Kaufempfehlung

Weitere Informationen:

Erschienen ist das Buch im fotofeinkost Verlag. Mir lag die 1. Auflage 2010 vor. ISBN 978-3-00-029650-5

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3 Kommentare zu “Fotobuch Rezension: Wie man ein großartiger Fotograf wird

  1. Michael
    Oktober 16, 2010

    Ich sehe das genauso wie Du, mit diesem Buch will Martina Mettner vor allem Hobbyfotografen motivieren, sich mehr Gedanken beim Fotografieren zu machen und nicht einfach nur zu „Knipsen“. Aber auch Berufsfotografen können davon profitieren, auch wenn sie nicht direkt angesprochen werden.

    • sirtoby
      Oktober 16, 2010

      Jep, danke nochmal fürs zur Verfügung stellen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Oktober 12, 2010 von in About me, Bücher, photographie und getaggt mit , , , , , , , .

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